• Totentanz Wandgemälde

    Totentanz modern

    Entstanden sind die Totentänze durch die Erfahrung der Pest, einer tödlichen Pandemie, die im Europa des 14. Jahrhunderts bis zu einem Drittel der Bevölkerung Europas vernichtete. Der schwarze Tod machte vor niemandem Halt: Bauer oder Bettler, König oder Edelmann, Papst oder Bischof – alle mähte er unterschiedslos nieder.

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  • Leben, lieben uns sterben in Zeiten von Corana

    Alleinlebende vermissen Nähe und Berührungen; Liebende werden eng zusammengedrückt, was wilde Verschmelzungsfantasien wie eruptive Abstoßungsreaktionen hervorlockt; Trauernden fehlen Möglichkeiten zu Kontakten, seien es Theater, Sport oder gesellige Treffen, während viele Sterbende in ihren letzten Stunden allein bleiben.

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  • Von Stalaktiten und Stalagmiten

    Trauerfeier im Odenwald. Das Gebäude ein Betongebilde aus den 70 oder 80ziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Kurz vor Beginn die Sammlungsphase an der Eingangstür zur Trauerhalle. Auf den Atem achten. Ein letztes memorieren des Namens der Verstorbenen, ihrer Angehörigen, des Einstiegs in die Ansprache. Dann lasse ich los. Versuche so gut wie irgend möglich da zu sein. Nichts zu denken. Mich dem zu öffnen, was gleich geschehen mag.

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  • nächtliche Lichtspuren

    Song-lines

    Die Zeichnung eines Zen-Mönches. Nichts als ein paar, schwungvoll hingeworfene, verschieden starke Pinselstriche. Viel weiß, viel nichts außenrum. Und doch eine ganze Welt.

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  • leere Flaschen nach einem Fest

    Einladung zur „Flennes“

    Bei einer Trauerfeier in Bensheim – was im Hessischen bedeutet – werde ich nonchalant zur Flennes bzw. zum Flannerts eingeladen. Flennes, das Wort lasse ich mir auf der Zunge zergehen, das klingt doch endlich einmal anders als  ‚Leichenschmaus‘ oder gar  das banale ‚Trauerkaffee‘.

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  • Buchbesprechung – Grüne Wunder erleben

    Anne-Maria Apelt, Visionssucheleiterin und Photografin, ist durch ganz Deutschland gezogen um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die dichte, lebensverändernde Erfahrungen in und mit der Natur gemacht haben.

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  • El Dorado – oder woher wir kommen

    Wer nach einer Schlüsselgeschichte für unser Verhältnis zur Welt insgesamt sucht, hier ist sie: El Dorado! Das ist spanisch und bedeutet übersetzt: Der Goldene.

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  • Buchempfehlung – Bäume von Piotr Socha und Wojciech Grajkowski

    „Das ist aber ein Kinderbuch!“ sagte der Buchhändler zu meiner Frau, als sie das vorbestellte Buch abholte. „Na, das wird schon passen“ antwortete sie nur leicht verwundert. Sie kennt mich ja inzwischen. „Soll ich es Ihnen in Kinderpapier einpacken?“ legte der Buchhändler noch eins drauf.

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  • Die Elbphilharmonie oder von der Komposition einer Rede

    Wir fahren gemütlich durch die halbe Republik zum runden Geburtstag einer Kollegin. Bei der Einfahrt in die Hansestadt schimmert das Licht golden gegen den ultramarinblauen Abendhimmel. Selbstredend geben wir auf ihrer Fête einen Rapp wie zwei Lieder zum besten, begleitet von einem Freund an der Gitarre. Er berichtet mit vor Begeisterung glitzenden Augen, dass er nun den Satz der Philosophen „Übung ermögliche Freiheit“ verstehe, da er den Song so lange geübt habe, bis er den Text dazu locker hinzufügen konnte.

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  • Berührung

    Wir im nördlichen Europa leben in einer Kultur, die mehr und mehr vom Intellekt geprägt wird.  Möglichkeiten zu Berührungen werden weniger und weniger. Küsschen hier und da, eine Umarmung, ja schon das Hände schütteln zur Begrüßung werden ständig uncooler.

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