Sarggeschichten

Ein roter, halb angestrichener Sarg auf einer grünen Wiese ist das Erkennungszeichen der „Sarggeschichten“, ein Projekt, das die Trauerbegleiterin und Musikerin Sarah Benz und der Bestatter Jan Möllers ins Leben gerufen haben.

Sarah stellte bei ihrem Streifzug auf Youtube fest, dass es Imagefilme von Bestattungsunternehmen, Dokumentationen über Sterben, Tod, Abschiednehmen und Trauer und filmische Berichte von Betroffenen gab. Was fehlte, war ein Format, dass aufklärte und ganz praktisches Wissen zu diesen wichtigen Lebensthemen vermittelte. So entstand die Idee zu den Sarggeschichten, kurze Filme für Kinder, Jugendliche und Erwachsenen. Sie sind gedacht als Gedankenanstoß für den Einzelnen und als Impuls für Kitas, Schulen, Jugendklubs und Senioreneinrichtungen.

Schnell war eine Liste von ca. 20 Themen für mögliche Filme erstellt. Neun davon wurden bereits produziert, finanziert von der Deutschen Palliativ-Stiftung. Von der Konzeptentwicklung über den eigentlichen Dreh bis zu Schnitt, Animation und musikalischer Gestaltung dauert die Entstehung einer Sarggeschichte oft mehrere Monate. Danach ist sie auf Youtube zu sehen oder man kann sich einen Download-Link zuschicken lassen.

Gerne gehen die Macher aber auch zu Veranstaltungen, um ihre Filme selbst zu zeigen und anschließend darüber zu reden, wie z.B. auf der Berliner Hospizwoche oder im Schul-Unterricht. Auf der Homepage gibt es eine Übersicht über die angebotenen Veranstaltungs-Formate.

Die Sarggeschichten tragen Titel wie:

  • „Was kann ich sagen, wenn jemand gestorben ist?“
  • „Wie gibt man Verstorbenen einen Platz im Leben?“
  • „Warum brauche ich eine Vorsorgevollmacht?“ oder
  • „Wie versorgt man einen Verstorbenen?“

Unaufgeregt, mit einfühlsamen Bildern und einer leicht verständlichen Sprache geben die Filme wichtige Informationen zu diesen und vielen anderen Fragen. Und sie ermutigen, sich im Vorfeld mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, um sich dann, wenn es nötig sein sollte, seiner eigenen Wünsche diesbezüglich bewusst zu sein und dafür einzutreten.

Die Sarggeschichten werden allen Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt. Um weitere Filme produzieren zu können, sind die Projektmacher auf finanzielle Unterstützung angewiesen und freuen sich über Spenden.

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