Meine spektakulärsten freien Trauungen

Unlängst wurde ich von einer Journalistin einer großen Tageszeitung nach meinen Erfahrungen als freier Theologe gefragt. Ich war überrascht, dass sich Zeitungen für mich und für unsere Arbeit interessieren und war gleich ein kleines bisschen stolzer als vorher. Was denn meine spektakulärsten freien Trauungen gewesen seien.

Ich antwortete, dass ich Hochzeitsrituale auch im Hochseilgarten anbiete, auch eine Baumhochzeit, wo sich das Brautpaar für das Eheversprechen hochseilt. Oder eine Kanuhochzeit auf dem Wasser. Und ich antwortete auch, dass das leider noch nie nachgefragt wurde (vielleicht ändert sich das ja jetzt durch diesen Blogartikel…).

Neue Ideen

Auf neue Ideen brachte mich dann die Journalistin: ob ich auch mitmachen würde, wenn es eine Tauchhochzeit ist, wo das Eheversprechen unter Wasser gegeben wird – ich fragte mich, ob das analog zu Rauchzeichen bei den Indianern so funktioniert, dass die Luftblasen einen bestimmten Code abbilden? Ja, und ob ich auch dabei wäre, wenn es eine Bungee-Jump-Hochzeit wäre. Ich fürchte nur, dass mir da selber so flau im Magen wäre, dass ich während des Sprungs keinen sinnvollen Satz äußern könnte.

Und Ihre spektakuläre Trauung?

Nein, die spektakulärsten Trauungen, die tatsächlich stattgefunden haben, waren für mich das Ja-Wort auf der Insel Rügen, das Trauritual am Gardasee, die Zeremonie auf Mallorca und das Eheversprechen in den Bergen auf einer Berghütte, wo die gesamte Hochzeitsgesellschaft erstmal mit dem Sessellift hochfahren durfte. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Wirklich gespannt bin ich nun auf Ihre Hochzeit! Vielleicht toppen Sie ja meine bisherigen „spektakulären“ Trauungen. Dann bin ich gerne mit dabei!

Oliver Bisanz

(Die Darstellung und Beurteilung dieses Themas gibt die Meinung des Autors wieder. Sie stellen nicht automatisch die Darstellung und Beurteilung eines Themas aller Mitglieder der AGFT dar.)

Kommentare (2)

  1. Klaus Behner sagt

    Unabhängig davon, dass mich diese Journalistenfragen nach dem Verrücktesten und Spektakulärsten schon seit langem nerven:
    Die Trauung ist für mich nie ein Spektakel.
    Alle Paare machen sich natürlich Gedanken um das Drumherum und suchen für den „schönsten Tag“, für die Feier dessen, was als etwas Schönstes im Leben gilt, nach dem, was Ihnen bei Kleidung, Schmuck, Jahreszeit, Ort, Essen, Trinken, Musik usw. gerade als Schönstes gilt und vom Portemonnaie her möglich ist.
    Für die Trauung, die Trauzeremonie selber ist es völlig egal, ob sie im Holzheim des Kleingartenvereins um die Ecke stattfindet oder in der Dachdeckerhalle oder in einer aktuell angesagtesten Location auf Ibiza, in der gerade eine Woche vorher noch Lady Gaga dinierte…

  2. Ino sagt

    #Klaus Behner: Oh wie wahr! Die Medien fischen am falschen Teich, weil die Macher die Essenz der Trauung nicht verstehen. reality shows – nein danke!

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