Gute Wünsche an das Brautpaar

Was man in einer kirchlichen Trauung als Fürbitte kennt kann in einer Freien Trauung in einer ganz persönlichen, freien Form einen guten Platz finden: Gute Wünsche an das Brautpaar.

Wenn ich diesen Punkt bei einem Brautpaar anspreche, schaue ich oft in skeptische Gesichter. Dann wünschte ich mir, ich könnte Sie mit in eine der erlebten Trauungen hineinnehmen, als es wieder mal so war, dass ein Freund (oder Vater, Trauzeuge, Bruder, Großvater …) oder eine gute Freundin (oder Mutter, Trauzeugin, Schwester, Großmutter …) sich nach dem Eheversprechen und dem Ringtausch an die Seite des Brautpaares stellte und in wenigen Sätzen, persönlich, bewegend, humorvoll Einblicke in das Leben Ihrer Tochter (Sohn, Freundin, Enkel …) gegeben hat, wie er/sie es erlebt hat, als die Beiden sich gefunden haben und ganz persönlich gute Wünsche für das Brautpaar vor allen Gästen ausgesprochen hat.

Es ist gar nicht so leicht, die Atmosphäre zu beschreiben, die dadurch entsteht. Da ist meist alles drin, Tränen, Lachen, Nachdenken und Mitfreuen.

Ich finde, dieser Moment ist sehr authentisch, unterscheidet ein persönliches Hochzeitsfest von einer Vorstellung, unterstreicht den live-charakter einer Zeremonie.

Iris Dittberner-Glatz

(Die Darstellung und Beurteilung dieses Themas gibt die Meinung des Autors/ der Autorin wieder, nicht automatisch aller Mitglieder der AGFT)

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