Gegensätze in der Liebe

Sehr deutlich ist der Unterschied zu sehen: ein kleiner charmanter Vietnamese und eine große schöne deutsche Frau möchten eine freie Trauung.

Interessant, wie die Beiden von ihrem Kennenlernen erzählen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem, was sie verbindet: Filmzitate, Freundeskreis, Humor, Werte …

Das Staunen darüber, wie „zufällig“ Ihre Begegnung verlief und dass sie sich genauso gut hätten verfehlen können. Nur durch Zufall landeten sie am gleichen Studienort, „geplant“ war es ganz anders. Aber er wurde einfach an keiner anderen Uni angenommen.

Dann über mehrere Jahre an der gleichen Universität zu studieren, an der es nur zwei Asiaten gab und festzustellen, dass sie sich erst an der letzten natürlichen Wegkeuzung auffallen. Vorher haben sie sich einfach ausgeblendet.

Das erste Eintauchen in die ganz andere Kultur, in die andere Familie läuft schwieriger als gedacht. Viele Flugstunden entfernt zu spüren, wie fremd die andere Familie, die andere Kultur ist. Der „verlorene Sohn“ kommt nach Hause, sie ist die Fremde.

Wie schön, dann zu hören, dass gerade das miteinander Austauschen und Erleben einer Ihrer besonderen Gemeinsamkeiten geworden ist. Dass ihre Trauzeugin ihre vietnamesische Schwägerin ist. Wie gut, festzusellen, dass das Fremde sie eher zu einer besonderen Achtsamkeit und Respekt im Umgang miteinander geführt hat.

Eine anrührende Kennenlerngeschichte, der eine wunderbar leichte, farbenfrohe und charmante Hochzeitszeremonie folgte.

Iris Dittberner-Glatz

(Die Darstellung und Beurteilung dieses Themas gibt die Meinung des Autors/ der Autorin wieder, nicht automatisch aller Mitglieder der AGFT)

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