Erinnern, Sammeln, Sortieren, Vernichten…

„Du darfst nicht mit Deinen Kunden per Whats App kommunizieren!“ sagt meine Datenschutzbeauftragte! Eigentlich mache ich das auch gar nicht, ich schreibe Mails, ganz selten auch Briefe.


Ausnahme, waren in diesem Sommer Feiern, an denen viele junge Menschen beteiligt waren. Menschen von denen ich wusste, dass sie mir schnell auf ihren Smartphones eine Nachricht schreiben, einen Text schicken, den sie fotografiert haben. Das gibt mir die Möglichkeit auf die Schnelle viel mehr von ihren Gefühlen mitzubekommen, als wenn ich auf Mails bestehe!

„Du kannst die Daten Deiner Kunden über diesen Anbieter nicht schützen, also lass es sein!“ Schade, für künftige Begegnungen, aber selbstverständlich trage ich ja die Verantwortung für das, was Menschen mir anvertrauen! – Also, bitte ich meine Auftraggeber mir Mails zu schicken!

Zum Ende des Jahres räume ich mein Büro auf! Jedes Brautpaar mit dem ich arbeite, hat eine eigene Kladde. In den Vorbereitungsgesprächen mache ich mir Notizen. Eigentlich sind sie super sicher, denn, —- wenn ich sie nicht innerhalb der nächsten Tage aufarbeite, —-kann ich sie selber nicht mehr lesen. Nicht alle Kladden werden voll! In diesen Tagen schneide ich alle beschrieben Seiten heraus und schreddere sie. Die übrigen Seiten bekommt die Enkelin. Mit fast zwei Jahren kann sie schon einen Buntstift halten und sehr abstrakt ihre Gefühle und Eindrücke wiedergegen.

(Die Darstellung und Beurteilung dieses Themas gibt die Meinung des Autors/ der Autorin wieder, nicht automatisch aller Mitglieder der AGFT)

 

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