Ehe für alle!

So haben es Ende Juni Bundestag und Bundesrat beschlossen. Mit der „Ehe für alle“ ist die komplette Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Deutschland gemeint. Seit 2001 gab es die eingetragene Lebenspartnerschaft. Sie beinhaltete aber nicht die gleichen Rechte. Nun kommt es noch auf die konkrete Umsetzung in den Ländern und Standesämtern an, damit alles vor Ort bei den Menschen, um die es geht, klappt. Zum 1. Oktober tritt das Gesetz in Kraft.

Ich habe in Hochzeits-Reden bei Schwulen und Lesben schon immer von einer Ehe gesprochen. Demnach: Ganz bescheiden bei einer kleinen Gruppe der Bevölkerung, die ihr eigenes Recht nach eigener Entfaltung verlangt, davon gesprochen, dass dies okay ist – und: einfach gut ist – gut, wie vieles andere auch – was sich im Einzelnen erst bewähren muss: im Alltag vieler Jahre – wie andere Lebensbezüge in unserer Gesellschaft ebenfalls – am Besten in Ruhe und jenseits von sämtlichen Vorurteilen – und Vorverurteilungen: ich hoffe darum, dass Artikel 3 (Gleichheit) und Artikel 6 (Familie) unserer Verfassung gerade deswegen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Peter Kessner

(Die Darstellung und Beurteilung dieses Themas gibt die Meinung des Autors/ der Autorin wieder, nicht automatisch aller Mitglieder der AGFT)

(Bild: Alex und Tom Lang)

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