• Casting für Hochzeitsredner

    Früher bekamen Brautpaare einen Eindruck auf der Webseite, man telefonierte und steckte ein paar Eckpunkte ab, die Stimme klang sympathisch, man verabredete einen Termin für das erste Gespräch. Heute: viele Mailanfragen, man schickt die Infos hin – und hört nie wieder etwas von dem Brautpaar. Nicht mal ein „Danke für die Infos“. Kennenlerngespräche sind obligatorisch geworden. Brautpaare klappern fünf, sechs Rednerinnen und Redner in der Region ab.

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  • Zur letzten Ruhe inmitten der Natur – im Friedwald

    Zurück zur Natur, erst recht nach dem Tod. Bestattungen im Friedwald erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

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  • Wo warst du

    Manchmal wird ein Redner, der die Gedichte anderer in seinen Reden nutzt, selbst zum Dichter. Die Freude an der Sprache ist ja ein Teil des Berufs. Die bildhafte Sprache der Lyrik hilft, Dinge ausdrücken zu können, die rational nicht zu fassen sind, doch im Fühlen unser Leben bestimmen.

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  • Brautpaare auf der Couch

    Die Vorbereitung einer Freien Trauung ist keine Paartherapie, soll es auch nicht sein. Dennoch erlebe ich es für mich und die Paare gleichermaßen als ein spannendes Unterfangen, sich neben den Absprachen zum Ablauf und Inhalt der Freien Trauung, dem zuzuwenden, worum es am Hochzeitstag ja eigentlich geht: das Paar selbst und die Liebe und Beziehung, die diese zwei Meneschen miteinander verbindet und sie überhaupt erst zu einem Paar macht.

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  • 6 Sargträger zusammen über 400 Jahre alt. Solidarität auf dem Friedhof

    Gefühlt gibt es etwa 40 Jahre die Aufforderung an männliche Besucher ‚Bitte im Sitzen pinkeln‘ in privaten Badezimmern, auch in kleinen Lokalen und Geschäften, die nicht über m/w getrennte Toiletten verfügen.

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  • Rituale: ein offener Himmel

    Nach Jahrzehnten wieder in Rom, wir sind im Pantheon, diesem phantastomatischen Bau aus dem 2 Jahrhundert: römische Baukunst vom allerfeinsten. Erst in den letzten Jahren gelang es Ingenieuren sich ein ungefähres Bild davon zu machen, wie die Römer es schaffen konnten, diese Kuppel zu konstruieren, die dem Ehrgeiz, dem Geld und dem Wissen der Renaissance-Päpste trotzte und die Kuppel des Petersdoms um zwei Meter schlägt.

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  • Grenzenlos per Skype

    Endlich Mai. Für mich die schönste Zeit im Jahr, nicht allein wegen der Natur: Wieder draußen im Garten frühstücken zu können ist für mich und meine Frau das schönste Erlebnis. Und ja, die Hochzeitssaison beginnt mit all der Hoffnung eines Theologen, der am nächsten Samstag ins Auto einsteigt und sich auf den Weg zu ersten Trauung des Jahres macht. Wie jedes Jahr, seit vielen Jahren.

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  • Wenn alles stimmt, dann muss nicht alles stimmen

    Impressionen aus einer Freien Trauung an Pfingsten

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  • Herz an Herz

    Zum Trauergespräch bei einer kleinen, qicklebendigen Frau, die nur so sprudelt und mir ihr wie ein Wirbelwind ihr halbes Haus zeigt. Sie wirkt wie Ende sechzig, wird aber bald achtzig. Sie murmelt ununterbrochen: „Da kann man nichts machen! Damit muss ich jetzt eben klarkommen…“

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  • Wie wird es mal sein?

    Mit Schwung schiebe ich den Hebel der Zeitmaschine, in der ich es mir eben bequem gemacht habe, nach hinten, Richtung Vergangenheit. Wer weiß, vielleicht lässt sich das ein oder andere ja noch korrigieren…

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