• Zufriedenheit?

    Eine gute Freundin, von Beruf Psychologin, erzählte mir folgende Geschichte: „Kommt da eine ältere Frau, so um die 70, die schon länger bei ihr sei, noch ganz empört und berichtet völlig außer sich, von ihrem Mann, der den ganzen Tag im Garten gearbeitet hat, um dann am Abend wohlig seufzend zu ihr zu sagen, wie zufrieden er nun doch sei! Und ja, so meinte sie, auch sie hätte gesehen, welch großes Stück er bearbeitet und dass ihr Garten nun wirklich wieder schöner geleuchtet habe. Aber z u f r i e d e n?? Nein, Zufriedenheit, das sei doch wirklich etwas ganz anderes!“

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  • Wachsende Kreise…

    „Ich lebe meine Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, doch versuchen will ich ihn“, so Zeilen aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke.

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  • Nackt und bloß auf der Walz

    Woher nur nimmt dieser schmale 34jährige Mann aus der Großstadt, ohne Erfahrung im Unterwegs-sein oder Wandern, den Schwung einfach aufzubrechen? Mit einem 28 kg schweren Rucksack auf dem Rücken, unpassender Kleidung, ungeeigneten Schuhen, vor seinem Bauch ein Holzbrett dazu seine Freundin im dritten Monat schwanger?

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  • Auf dem Weg zum „Großen Ganzen“

    Eben noch rechtzeitig erreichen wir unser Schiff, das uns auf der Havel zu einer kleinen Schlösserrundfahrt mitnehmen wird. Unter Deck ist es ebenso stickig wie kaffefahrtmäßig. Also nichts wie rauf zur Frischluft. Wolken hängen tief, es fieselt vor sich hin, dafür schweift der Blick frei.

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  • Die Hochzeiten, das Heiraten hat sich verändert

    Noch vor rund 30 Jahren gab es bei Trauungen genau zwei Möglichkeiten: standesamtlich und kirchlich – oder nur auf dem Standesamt. Vor etwa 25 Jahren kamen die Freien Trauungen dazu: als Ergänzung zur rechtlichen Vermählung oder/und als Ersatz für die kirchliche Hochzeit – bis vor zehn Jahren meist noch von Freien Theologen vollzogen. Inzwischen sind viele, viele weitere Trauredner dazugekommen – meist junge Hochzeitsrednerinnen (die oft durch eigene private, positive Erfahrungen zu dieser „Profession“ motiviert wurden).

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  • Hinter’m Schleier

    Rituale halten sich lange und – keinerlei Widerspruch – entstehen immer wieder spontan neu. Weshalb? Nun sie sind eine tief im Menschen verwurzelte Verhaltensweise zur Krisenbewältigung, zum Durchspielen von neuen, uns darum ängstigenden Veränderungen.

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  • Casting für Hochzeitsredner

    Früher bekamen Brautpaare einen Eindruck auf der Webseite, man telefonierte und steckte ein paar Eckpunkte ab, die Stimme klang sympathisch, man verabredete einen Termin für das erste Gespräch. Heute: viele Mailanfragen, man schickt die Infos hin – und hört nie wieder etwas von dem Brautpaar. Nicht mal ein „Danke für die Infos“. Kennenlerngespräche sind obligatorisch geworden. Brautpaare klappern fünf, sechs Rednerinnen und Redner in der Region ab.

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  • Zur letzten Ruhe inmitten der Natur – im Friedwald

    Zurück zur Natur, erst recht nach dem Tod. Bestattungen im Friedwald erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

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  • Wo warst du

    Manchmal wird ein Redner, der die Gedichte anderer in seinen Reden nutzt, selbst zum Dichter. Die Freude an der Sprache ist ja ein Teil des Berufs. Die bildhafte Sprache der Lyrik hilft, Dinge ausdrücken zu können, die rational nicht zu fassen sind, doch im Fühlen unser Leben bestimmen.

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  • Brautpaare auf der Couch

    Die Vorbereitung einer Freien Trauung ist keine Paartherapie, soll es auch nicht sein. Dennoch erlebe ich es für mich und die Paare gleichermaßen als ein spannendes Unterfangen, sich neben den Absprachen zum Ablauf und Inhalt der Freien Trauung, dem zuzuwenden, worum es am Hochzeitstag ja eigentlich geht: das Paar selbst und die Liebe und Beziehung, die diese zwei Meneschen miteinander verbindet und sie überhaupt erst zu einem Paar macht.

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