• Ha Shem oder der Name

    „Ich habe mich immer so geschämt“, erzählt mir seine Frau während des Trauergesprächs, „weil er immer alle Leute geduzt hat! Und wenn ich ihm gesagt habe, er solle damit aufhören, dann hat er nur gesagt, ‚Mit dem Herrgott bin ich per du und die soll ich siezen‘?“

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  • El Dorado – oder woher wir kommen

    Wer nach einer Schlüsselgeschichte für unser Verhältnis zur Welt insgesamt sucht, hier ist sie: El Dorado! Das ist spanisch und bedeutet übersetzt: Der Goldene.

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  • Erinnern, Sammeln, Sortieren, Vernichten…

    „Du darfst nicht mit Deinen Kunden per Whats App kommunizieren!“ sagt meine Datenschutzbeauftragte! Eigentlich mache ich das auch gar nicht, ich schreibe Mails, ganz selten auch Briefe.

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  • Die Elbphilharmonie oder von der Komposition einer Rede

    Wir fahren gemütlich durch die halbe Republik zum runden Geburtstag einer Kollegin. Bei der Einfahrt in die Hansestadt schimmert das Licht golden gegen den ultramarinblauen Abendhimmel. Selbstredend geben wir auf ihrer Fête einen Rapp wie zwei Lieder zum besten, begleitet von einem Freund an der Gitarre. Er berichtet mit vor Begeisterung glitzenden Augen, dass er nun den Satz der Philosophen „Übung ermögliche Freiheit“ verstehe, da er den Song so lange geübt habe, bis er den Text dazu locker hinzufügen konnte.

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  • Berührung

    Wir im nördlichen Europa leben in einer Kultur, die mehr und mehr vom Intellekt geprägt wird.  Möglichkeiten zu Berührungen werden weniger und weniger. Küsschen hier und da, eine Umarmung, ja schon das Hände schütteln zur Begrüßung werden ständig uncooler.

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  • Das Leben ist ein Fest – Kinotipp

    Jetzt in den Sommermonaten wird viel geheiratet. Mögen alle Brautpaare von gravierenden Pannen verschont bleiben. Im Kino können wir über all das Lachen. Das geht wunderbar mit dem Film „Das Leben ist ein Fest“.

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  • Zufriedenheit?

    Eine gute Freundin, von Beruf Psychologin, erzählte mir folgende Geschichte: „Kommt da eine ältere Frau, so um die 70, die schon länger bei ihr sei, noch ganz empört und berichtet völlig außer sich, von ihrem Mann, der den ganzen Tag im Garten gearbeitet hat, um dann am Abend wohlig seufzend zu ihr zu sagen, wie zufrieden er nun doch sei! Und ja, so meinte sie, auch sie hätte gesehen, welch großes Stück er bearbeitet und dass ihr Garten nun wirklich wieder schöner geleuchtet habe. Aber z u f r i e d e n?? Nein, Zufriedenheit, das sei doch wirklich etwas ganz anderes!“

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  • Wachsende Kreise…

    „Ich lebe meine Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, doch versuchen will ich ihn“, so Zeilen aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke.

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  • Nackt und bloß auf der Walz

    Woher nur nimmt dieser schmale 34jährige Mann aus der Großstadt, ohne Erfahrung im Unterwegs-sein oder Wandern, den Schwung einfach aufzubrechen? Mit einem 28 kg schweren Rucksack auf dem Rücken, unpassender Kleidung, ungeeigneten Schuhen, vor seinem Bauch ein Holzbrett dazu seine Freundin im dritten Monat schwanger?

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  • Auf dem Weg zum „Großen Ganzen“

    Eben noch rechtzeitig erreichen wir unser Schiff, das uns auf der Havel zu einer kleinen Schlösserrundfahrt mitnehmen wird. Unter Deck ist es ebenso stickig wie kaffefahrtmäßig. Also nichts wie rauf zur Frischluft. Wolken hängen tief, es fieselt vor sich hin, dafür schweift der Blick frei.

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