• Bild Schildkröte

    Tiere, Tod & Tönnies

    Die ältesten Bilder, die wir kennen, sind – Tierbilder. Darstellungen von Wisenten, Pferden, Bären so geschickt an Wülste und Vorsprünge von Höhlenwänden angebracht, dass sie einem nach über 30.000 Jahren den Atem rauben, lebendig wie sie sind.

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  • Totentanz Wandgemälde

    Totentanz modern

    Entstanden sind die Totentänze durch die Erfahrung der Pest, einer tödlichen Pandemie, die im Europa des 14. Jahrhunderts bis zu einem Drittel der Bevölkerung Europas vernichtete. Der schwarze Tod machte vor niemandem Halt: Bauer oder Bettler, König oder Edelmann, Papst oder Bischof – alle mähte er unterschiedslos nieder.

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  • Leben, lieben uns sterben in Zeiten von Corana

    Alleinlebende vermissen Nähe und Berührungen; Liebende werden eng zusammengedrückt, was wilde Verschmelzungsfantasien wie eruptive Abstoßungsreaktionen hervorlockt; Trauernden fehlen Möglichkeiten zu Kontakten, seien es Theater, Sport oder gesellige Treffen, während viele Sterbende in ihren letzten Stunden allein bleiben.

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  • Von Stalaktiten und Stalagmiten

    Trauerfeier im Odenwald. Das Gebäude ein Betongebilde aus den 70 oder 80ziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Kurz vor Beginn die Sammlungsphase an der Eingangstür zur Trauerhalle. Auf den Atem achten. Ein letztes memorieren des Namens der Verstorbenen, ihrer Angehörigen, des Einstiegs in die Ansprache. Dann lasse ich los. Versuche so gut wie irgend möglich da zu sein. Nichts zu denken. Mich dem zu öffnen, was gleich geschehen mag.

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  • nächtliche Lichtspuren

    Song-lines

    Die Zeichnung eines Zen-Mönches. Nichts als ein paar, schwungvoll hingeworfene, verschieden starke Pinselstriche. Viel weiß, viel nichts außenrum. Und doch eine ganze Welt.

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  • Ringe bei der Hochzeit

    Ein gemeinsamer Name für die Ehe?

    In jedem Traugespräch stelle ich die Frage nach der weiteren Namensführung. Oftmals sehe ich dann ein vielversprechendes, doch leises Lächeln im Gesicht des Mannes und ein fragender, nach Bestätigung suchender Blick in den Augen der Frau. Beide sehen sich an und antworten mit, „das ist noch offen“ oder ein „das klärt sich in den nächsten Tagen“.

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  • Schnecke als Symbol für Langsamkeit

    Rituelle Langsamkeit

    Picknick im Friedwald. Jede Menge Hunde – von klein bis groß – lagern idyllisch im Gras. Auf dem Weg in den finstern Tann zum Baumgab umspringt die ganze Zeit ein Rauhhaardackel, ihr Totemtier, die Urne. Dort am Grab fällt mir auf, wie sich die Angstellte auf beide Knie niederlässt, um dann die Urne sehr zentriert in die Erde zu senken.

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  • leere Flaschen nach einem Fest

    Einladung zur „Flennes“

    Bei einer Trauerfeier in Bensheim – was im Hessischen bedeutet – werde ich nonchalant zur Flennes bzw. zum Flannerts eingeladen. Flennes, das Wort lasse ich mir auf der Zunge zergehen, das klingt doch endlich einmal anders als  ‚Leichenschmaus‘ oder gar  das banale ‚Trauerkaffee‘.

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  • Stein Spiegelung

    Buchbesprechung zu Thomas Glavinics Roman „Das größere Wunder“

    Durch die Hand einer Freundin wurde der Roman von Thomas Glavinic  zufällig an meinen sommerlichen Lesestrand angespült. Und warf Wellen… „Antworten werden überschätzt“, heißt ein Satz, der dir bleibt.  Ein durchgehendes Motiv in diesem – ja was eigentlich? – Liebes-, Schelmen-, Geschichtenerzähler- , philosophischen und/oder ironisch-zeitkritischem  Roman. Das alles und noch einiges darüber hinaus, lässt sich in diesem facettenreichen Werk entdecken.

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  • Hochzeitspaar Pferd Pferdehof

    Und wenn es mal holprig wird, ist das keine Katastrofe … .

    Ich komme auf dem weitläufigen Hof an, es ist ein Pferdegestüt. Der Sohn des Hofes heiratet heute. Ich frage nach dem Platz für die Zeremonie – „Na, dort wo Sie das E-Piano hören. Die Brautmama übt schon den ganzen Vormittag“.

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