Binationale Brautpaare

Es ist erstaunlich, wie viele Paare heutzutage binational sind. Da ich mich auf englischsprachige Hochzeiten spezialisiert habe, kann es natürlich sein, dass bei mir besonders viele internationale Paare anfragen.

Momentan bereite ich wieder eine Zeremonie von einem Paar vor, das im Ausland lebt. Die Braut stammt aus Deutschland, der Bräutigam aus Belgien. Die Sprache des Paares untereinander ist Englisch und auch unsere Vorbereitung erfolgt auf Englisch, via Skype und Email.

Die Familie des Bräutigams ist aber teilweise nur französisch-sprachig, die Familie der Braut teilweise nur deutschsprachig. Daher wird die Hochzeitszeremonie in englischer Sprache sein, aber einige Teile werde ich auch auf französisch vortragen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, denn französisch „kann“ ich eigentlich nicht und werde dafür üben müssen.
In der Vergangenheit hatte ich schon viele interessante internationale Trauungen: ein deutsch-neuseeländisches Paar, das in Singapur lebt oder ein deutsch-australisches Paar, das in Australien lebt. Weitere Kombinationen waren deutsch-amerikanisch, amerikanisch-türkisch, deutsch-britisch, deutsch-irisch.

Gar nicht so einfach ist das rechtliche, denn die Paare wollen ja zusätzlich zur Freien Trauung meistens auch standesamtlich heiraten. Die Beschaffung der entsprechenden Dokumente die ein deutsches Standesamt verlangt ist nicht so einfach. Daher ziehen es manche Paare vor, die standesamtliche Trauung in dem Land zu haben, wo ihr Wohnsitz ist.

Unnötig zu sagen, dass die Vorbereitung von internationalen Zeremonien besonders interessant ist. Am Tag der Hochzeit lerne ich auf diese Weise Menschen aus aller Welt kennen, denn nicht nur das Brautpaar, sondern auch die Gäste reisen zum Teil aus dem Ausland zur Trauung an.

Jutta Hamm

(Die Darstellung und Beurteilung dieses Themas gibt die Meinung des Autors/ der Autorin wieder, nicht automatisch aller Mitglieder der AGFT)

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